Jesus fasten

Wie hat Jesus gefastet? Alles, was Sie wissen müssen.

Jesus fastete laut der Bibel 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste. Doch die Gründe für sein Fasten sind nicht eindeutig geklärt. Einige glauben, dass Jesus fastete, um sich auf seine bevorstehende Mission vorzubereiten, während andere glauben, dass er fastete, um sich selbst zu reinigen und Gott näher zu kommen.

Die Fastenpraxis war zu Jesu Zeiten in der jüdischen Tradition weit verbreitet. Es war üblich, vor wichtigen Ereignissen zu fasten, um sich auf Gott zu konzentrieren und spirituelle Klarheit zu erlangen. Jesus selbst war ein Jude und lebte nach den jüdischen Traditionen. Es ist daher wahrscheinlich, dass er auch gefastet hat, wie es in der Bibel beschrieben wird.

Einige Theologen glauben jedoch, dass Jesus kein Asket war und dass er nicht aus spirituellen Gründen fastete, sondern aus praktischen Gründen. Es wird angenommen, dass Jesus während seines Fastens in der Wüste meditierte und betete, um sich auf seine bevorstehende Mission vorzubereiten. Unabhängig von den Gründen für sein Fasten bleibt Jesu Fastenpraxis bis heute ein wichtiger Bestandteil der christlichen Tradition.

Jesus und das Fasten

Das Fasten hat im Christentum eine lange Tradition und geht auf Jesus selbst zurück. Wie hat Jesus gefastet und welche Bedeutung hatte das Fasten für ihn?

Fasten in der Wüste

Im Matthäusevangelium wird berichtet, dass Jesus 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste gefastet hat. (Mt 4,2) Während dieser Zeit wurde er vom Teufel versucht, der ihm anbot, alle Reiche der Welt zu geben, wenn er ihn anbeten würde. Doch Jesus antwortete: „Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“ (Mt 4,10)

Fasten und das Reich Gottes

Das Fasten hatte für Jesus eine spirituelle Bedeutung. Es war ein Mittel zur Vorbereitung auf das Reich Gottes und zur Buße. In der Bergpredigt sagte er: „Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, damit sie vor den Leuten als Fastende gelten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits.“ (Mt 6,16)

Fasten und die Versuchung

Das Fasten war auch ein Mittel, um der Versuchung zu widerstehen. Im Garten Gethsemane bat Jesus seine Jünger, mit ihm zu wachen und zu beten, damit sie nicht in Versuchung fallen. (Mt 26,41) Doch die Jünger schliefen ein und Jesus wurde von den Soldaten gefangen genommen.

In der Bibel wird das Fasten als Verzicht auf Nahrung beschrieben. Es ist eine Zeit des Leidens und der Buße, die dazu dient, den Geist zu reinigen und sich auf das Wesentliche zu besinnen. Heute wird das Fasten vor allem in der Fastenzeit praktiziert, die am Aschermittwoch beginnt und bis Ostern dauert.

Laut dem Neutestamentler Johann Bauer war Jesus jedoch von einem asketischen Leben weit entfernt und hat sich auch sonst nicht besonders von den jüdischen Traditionen unterschieden. (katholisch.de) Das Fasten war für ihn ein Mittel zur Vorbereitung auf das Reich Gottes und zur Buße, aber er hat auch Freude an Mahlzeiten und Festen gehabt.

Fasten in der Christlichen Tradition

Das Fasten hat in der christlichen Tradition eine lange Geschichte. Es ist ein spirituelles Ritual, das dazu dient, sich auf Gott zu konzentrieren und die eigene Beziehung zu ihm zu vertiefen. Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und dauert 40 Tage bis zum Ostersonntag. In dieser Zeit sollen sich die Gläubigen auf die Vorbereitung des Herrn konzentrieren und Buße tun.

Das Fasten in der christlichen Tradition hat seine Wurzeln in der Bibel. Jesus Christus fastete 40 Tage in der Wüste, bevor er seine öffentliche Mission begann. Die Gläubigen sollen durch das Fasten Jesus Christus nachahmen und sich auf ihre Beziehung zu Gott konzentrieren. Während der Fastenzeit sollen die Gläubigen auf bestimmte Nahrungsmittel oder Mahlzeiten verzichten und sich auf das Gebet und die Buße konzentrieren.

In der katholischen Kirche gelten neben der österlichen Bußzeit auch die Freitage des Jahres (außer sie fallen auf ein Hochfest) zu den Bußtagen, an welchen ein Fastenopfer bzw. Freitagsopfer erbracht werden soll. In der evangelischen Kirche gibt es keine verbindliche Fastenordnung, jedoch wird das Fasten als freiwillige und fromme Tat angesehen.

Das Fasten in der christlichen Tradition soll aus einem freiwilligen und frommen Herzen heraus erfolgen und nicht aus Zwang oder um Aufmerksamkeit zu erlangen. Es sollte mit Gebet und Buße verbunden sein und dazu dienen, sich auf Gott und seine Worte zu konzentrieren. Das Ziel des Fastens ist es, die Beziehung zu Gott zu vertiefen und den Glauben zu stärken.

In der Karwoche, die mit dem Palmsonntag beginnt und mit dem Ostersonntag endet, wird die Passion Christi gefeiert. Der Karfreitag ist der Tag, an dem Jesus Christus gekreuzigt wurde. An diesem Tag wird gefastet und gebetet, um sich auf den Tod Christi am Kreuz zu besinnen. Das Fasten in der Karwoche soll dazu dienen, sich auf die Auferstehung Christi am Ostersonntag vorzubereiten.

Fasten und die moderne Gesellschaft

In der heutigen Zeit, in der Konsum und Reisen oft im Vordergrund stehen, scheint das Fasten eine veraltete Praxis zu sein. Viele Menschen sind der Meinung, dass Verzicht und Entbehrung keinen Platz in der modernen Gesellschaft haben. Doch trotz dieser Einstellung gibt es immer noch viele Gläubige, die während der Fastenzeit auf bestimmte Dinge verzichten.

Die Kirche betont, dass Fastenzeit eine Zeit der Umkehr und der Besinnung sein sollte. Es geht nicht nur um den Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel, sondern auch um den Verzicht auf schlechte Gewohnheiten wie Rauchen oder übermäßigen Konsum. Die Fastenzeit soll dazu dienen, sich auf das Wesentliche zu besinnen und sich auf die Beziehung zu Gott zu konzentrieren.

Die katholische Kirche hat bestimmte Regeln für das Fasten aufgestellt. Während der Fastenzeit sollten Gläubige an bestimmten Tagen auf Fleisch verzichten, insbesondere am Karfreitag. Es gibt auch Empfehlungen für das Fasten an anderen Tagen der Woche, insbesondere am Mittwoch. Diese Regeln sind jedoch nicht verpflichtend und können von den Gläubigen individuell angepasst werden.

Obwohl das Fasten für viele Menschen eine Herausforderung darstellt, kann es auch Freude bereiten. Mahlzeiten mit Freunden und Familie können zu einem besonderen Ereignis werden, wenn man bewusst auf bestimmte Dinge verzichtet. Auch wenn das Fasten in der heutigen Zeit oft als überholt angesehen wird, gibt es immer noch viele Menschen, die es als eine wertvolle Praxis betrachten.

Quelle: katholisch.de


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